Kaum ist der Antrag gemacht, kommt die erste große Frage: Was kostet das Ganze eigentlich? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Eine Hochzeit kann 15.000 € kosten oder 50.000 €. Entscheidend sind Gästezahl, Location, Catering, die Anzahl der Dienstleister und vor allem eure eigenen Prioritäten.

Als Hochzeitsplanerin erlebe ich oft, dass Paare mit einer Zahl im Kopf starten und erst mitten in der Planung merken, was tatsächlich alles dazugehört. Damit euch das nicht passiert, hier ein ehrlicher Überblick.

Die grobe Größenordnung

Für eine Hochzeit mit 50 bis 80 Gästen liegt das Budget meist zwischen 20.000 und 40.000 €. Wer sich eine exklusive Location, üppige Floristik, hochwertiges Catering und eine professionelle Foto- und Videobegleitung wünscht, landet schnell bei 50.000 € oder mehr.

Wichtig zu wissen: Nicht jeder Posten steigt mit der Gästezahl. Essen, Getränke und Papeterie schon. Fotograf, DJ oder Hochzeitsplanung dagegen nicht zwingend. Deshalb bringt es wenig, einfach mit einem Betrag pro Gast zu rechnen. Sinnvoller ist es, das Budget in einzelne Bereiche aufzuteilen.

Die wichtigsten Kostenpunkte

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Das sind keine festen Marktpreise. Region, Saison, Leistungsumfang und Qualität verschieben die Zahlen deutlich.

Beispiel: 60 Gäste

Location, Catering und Getränke liegen bei rund 13.700 €. Dienstleister wie Fotografie, DJ, Styling, Trauredner und Torte kommen auf etwa 5.500 €. Für Floristik, Dekoration und Papeterie könnt ihr rund 4.200 € einplanen, für Kleidung und Accessoires etwa 3.200 €.

Macht rund 26.600 €. Und dabei fehlen noch Ringe, Standesamt, Übernachtungen, Shuttle, Technik und Gastgeschenke. Ein Budget von 30.000 € für 60 Gäste funktioniert also, muss aber von Anfang an bewusst geplant werden.

Was fast immer vergessen wird

An Location, Essen, Kleid und Fotograf denkt jedes Paar. Diese Posten fallen dagegen oft hinten runter:

Auf- und Abbau. Wer stellt die Tische, wer richtet die Dekoration, wer räumt nach der Feier auf? Besonders relevant, wenn die Location das nicht anbietet.

Technik. Mikrofon, Boxen, Licht, Kabel. Gerade bei freien Trauungen im Freien früh klären.

Servicepersonal. Manchmal im Catering enthalten, manchmal nicht. Ein langer Abend kann zusätzlich kosten.

Transport und Übernachtungen. Wenn Trauung und Feier an unterschiedlichen Orten stattfinden oder viele Gäste von weit anreisen, gehört das in die Planung, auch wenn ihr die Kosten nicht übernehmt.

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© Irina Ketan
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© Pia Simon

Bei der Location auf das Gesamtpaket schauen

Eine günstige Raummiete sagt wenig aus. Fragt bei der Besichtigung konkret nach Mindestumsatz, Cateringbindung, Getränkepauschale, Servicepersonal, Reinigung, Technik, Mobiliar, Tischwäsche, Auf- und Abbauzeiten, Sperrstunde und Schlechtwetteroption.

Eine Location mit höherer Pauschale kann am Ende günstiger sein als eine, bei der alles einzeln dazukommt.

Floristik und Dekoration realistisch einschätzen

Blumen bedeuten bei einer Hochzeit weit mehr als den Brautstrauß: Anstecker, Trauung, Tischfloristik, Bar, Welcome Arrangement, florale Installationen. Der Strauß ist nur ein kleiner Teil davon.

Ähnlich bei der Dekoration. Eine minimalistische Feier braucht ein anderes Budget als ein durchgestaltetes Wedding Design mit Kerzen, Platztellern, Glaswaren, Stuhldekoration und Lichtkonzept. Mein Rat: Kauft oder mietet keine Einzelteile, sondern denkt vom Gesamtkonzept her.

Eine mögliche Budgetaufteilung

  • 45–55 % Location, Catering und Getränke
  • 10–15 % Fotografie und Videografie
  • 5–10 % Musik und Unterhaltung
  • 8–15 % Floristik und Dekoration
  • 5–10 % Kleidung und Styling
  • 3–5 % Papeterie
  • 5–10 % Sonstiges und Puffer

Das sind Orientierungswerte. Wenn euch die Fotos besonders wichtig sind, darf der Anteil höher liegen. Wenn ihr von opulenten Blumen träumt, muss sich das im Budget zeigen.

Der wichtigste Punkt: Eure Prioritäten

Ihr müsst nicht überall das Maximum ausgeben. Fragt euch lieber: Was soll unseren Tag ausmachen? Die Location, das Essen, die Atmosphäre, die Fotos, die Musik oder einfach die Zeit mit euren Gästen?

Eine Hochzeit wirkt nicht hochwertiger, weil an jeder Stelle viel Geld ausgegeben wurde. Hochwertigkeit entsteht durch ein stimmiges Gesamtkonzept.

© Irina Ketan

Fazit

Für die meisten Paare mit 50 bis 80 Gästen liegt das Budget zwischen 20.000 und 40.000 €. Die entscheidende Frage ist aber nicht, wie viel eine Hochzeit kosten muss, sondern wie ihr euren Tag erleben wollt und wofür ihr euer Geld einsetzen möchtet.

Wichtig ist, das Budget vor den ersten großen Buchungen aufzustellen. Wenn Location, Catering und Fotograf schon feststehen, bleibt für spätere Wünsche oft weniger Spielraum als gedacht.

Lasst uns gemeinsam euren tag gestalten

Habt ihr schon eine Vorstellung davon, wie euer großer Tag aussehen soll? Vielleicht habt ihr Ideen für Dekoration, Farben oder Locations, seid euch aber unsicher, wie alles zusammenpasst. Genau hier komme ich ins Spiel: Als Hochzeitsplanerin begleite ich euch von der ersten Idee bis zum letzten Tanz – damit euer Tag unvergesslich, stressfrei und ganz ihr selbst wird.

Gemeinsam überlegen wir, wie wir eure Vision Schritt für Schritt umsetzen. Ob es um die perfekte Save-the-Date-Karte, die gesamte Papeterie oder die komplette Planung geht – alles wird auf euch abgestimmt, liebevoll durchdacht und authentisch umgesetzt.

Lasst uns über euren Tag sprechen! In einem unverbindlichen Gespräch höre ich mir eure Wünsche an.

Ich freue mich darauf, euren Traum zu verwirklichen.




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